Intensivpädagogische Ganztagesbetreuung

Rechtliche Grundlage und Zielgruppe

Intensivpädagogisches Ganztagesprojekt im Erfahrungsraum Wald – §§ 27, 35 SGB VIII

Das Waldprojekt ist ein ganztägiges, intensivpädagogisch betreutes Angebot im Erfahrungsraum Wald für schulvermeidende, von der Schule auf Zeit suspendierte und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Grundlage dieses Projekts ist die ressourcenorientierte Arbeit wie auch die Wildnis- und Erlebnispädagogik.
Der alternative Ansatz des Projekts beinhaltet die Herauslösung der Jugendlichen aus dem gewohnten Lernfeld, die Schaffung neuer Herausforderungen und die Reflexion des eigenen Verhaltens. Dies bietet die Möglichkeit für die unterstützten Personen neue Handlungsstrategien zu entwickeln, bestehende Verhaltensmuster aufzudecken sowie Motivation zu fördern.

Die Kinder und Jugendlichen werden durch einen strukturierten Tagesablauf, individuell aufbereitete schulische Inhalte und bewusst herbeigeführte Gruppensituationen zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und dem Umgang mit ihrer Umwelt sensibilisiert.

Eine schrittweise Reintegration in die Regelschule oder andere Unterbringungen werden somit unterstützt und ermöglicht.

Das Waldprojekt „Die Macher“ ist eine Jugendhilfeleistung nach §§ 27, 35 SGB VIII im Rahmen des Hilfeplanverfahrens. Es richtet sich vorwiegend an verhaltensauffällige, schulmüde und schulverweigernde Kinder und Jugendliche

  • deren Förderschwerpunkt im sozial-emotionalen oder individuell-motivationalen Bereich liegen
  • die durch geringe Frustrationstoleranz sowie fehlendes Durchhaltevermögen auffallen
  • deren Familiensystem dysfunktionale Strukturen aufweist
  • die unangemessenes Sozialverhalten zeigen
  • bei denen eine Beschulung aktuell nicht möglich oder pädagogisch sinnvoll ist
  • die Lernangebote in der Schule nicht annehmen können oder wollen

Es werden Kinder und Jugendliche betreut, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Besuch der 3. bis 8. Klasse
  • Normalbegabte Schüler
  • Förderschüler mit L- oder E-Bedarf
  • Freistellung von der Schule für die Dauer des Projektes und damit vorübergehende Befreiung von der Benotungs-/Bewertungspflicht

Ausschlusskriterien

Indikatoren für eine Nichtaufnahme können sein:

  • geistige und/oder körperliche Behinderung
  • akute primäre Suchtproblematik
  • nicht kontrollierbare Gewaltimpulse

Betreuungsrahmen

Die Maßnahme befindet sich im Landkreis Pfaffenhofen und ist zunächst auf sechs Monate begrenzt.
Die Betreuung findet ganztags (8 – 16 Uhr) in den Schulzeiten und in etwa der Hälfte der Ferien mit verkürzten Öffnungszeiten statt. Der Platz im Wald, an welchem die Bauwägen wie auch die Sanitäranlage stehen, befindet sich ca. 5 km von der Autobahnausfahrt Schweitenkirchen in der Nähe des Wanderparkplatzes Schindlhauser Forst (Entfernung zum Stadtzentrum Pfaffenhofen 4 km). Der Fahrdienst wird vom fallgebenden Jugendamt organisiert.

Bearbeitete Themen und Ziele des Leistungsangebots

Die Maßnahme ist mit einem engen Betreuungsschlüssel in der Lage auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Die Hilfe gliedert sich in Einzelsettings wie auch Gruppenmaßnahmen. Die entsprechenden Themenbereiche werden anhand von projektinterner Zielsetzungsprozesse bearbeitet, reflektiert und angepasst.

Die Arbeit mit dem ganzen System Familie, um Veränderung auch dort schrittweise etablieren zu können, ergänzt die intensive Arbeit mit den Jugendlichen. Das Führen regelmäßiger Elterngespräche, auch aufsuchend in Form von Hausbesuchen, zudem das tägliche Führen eines Kommunikationsheftes sind für die Eltern verpflichtende Elemente. Die Bereitschaft der Zusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelingenden des Projekts.

Alle Teilnehmer bekommen im sozial- emotionalen Bereich Kompetenzen aufgezeigt und werden durch die ressourcenorientierte Arbeit gestärkt.

Imressionen

Kontakt

Karina Raß : Leitung
Karina Raß
Leitung

k.rass@ambuflex.de

0151 1954 9108